Was in Hessen prima funktioniert, braucht in Rheinland-Pfalz seine Zeit

Patrick Kunz dauert die Einführung des 365-Euro-Tickets zu lange / Gutachten verschlingt Geld, dabei liegen Zahlen vor

MAINZ. Das 365-Euro-Ticket für Schüler, Studenten und Azubis zur Nutzung des ÖPNV in Rheinland-Pfalz kommt – das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Vorm ersten Halbjahr 2024 wird es nichts! Patrick Kunz, Sprecher der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz für Energie, Klima und Mobilität, der sich schon lange für das Ticket stark macht, sieht es mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ironisch konstatiert er: „Das Ticket kommt früher als gedacht, aber später als erhofft.“

Vor allem das fürs zweite Halbjahr 2022 avisierte Finanz-Gutachten verhindere eine schnellere Umsetzung. „Ein Gutachten, das sehr viel Geld kostet, dabei liegen die Zahlen den Verkehrsbetrieben vor“, so Kunz. „Sich immer wieder auf den hessischen Nachbarn als großes Vorbild fürs dort prima funktionierende landesweite Ticket zu beziehen, beschämt mich als Rheinland-Pfälzer. Erst recht, wenn ich die Geschwindigkeit in unserem Land sehe, in der das 365-Euro-Ticket für Schüler, Studenten und Azubis eingeführt werden soll. Da bleibt nur zu hoffen, dass das Gutachten so wasserdicht ist, dass es keinen Zweifel mehr an der Umsetzung geben kann.“

Den finanziellen Vorteil und die Entlastung für die betroffenen Gruppen, Familien und Jugend, begrüßt Patrick Kunz „außerordentlich“. Um einen wirklich messbaren Effekt auf das Klima zu erhalten, müssten aber auch die Berufspendler integriert werden. „Die FREIEN WÄHLER werden sich dafür einsetzen, dass ein Jahr nach Installierung des Tickets eine Evaluation und Verkehrszählung durchgeführt wird, um den Erfolg oder Misserfolg des Tickets zu eruieren.“

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